Peter Kranz

MV TUT GUT - AUCH WENN`S KALT IST

Winterspaß in Schweriner Wäldern - Fabien und ich

ONE YEAR AGO - EIN JAHR ZURÜCK

Erinnerungen an den "Inauguration Day" 2009 aus meinem IPhone

Kalt war´s, in Washington, am 20. Januar 2009. Ganz Washington war auf den Beinen. Die Minusgrade schreckten Hunderttausende nicht, ihrem neuen Präsidenten zuzujubeln. Dicht gedrängt, seit den Nachtstunden ausharrend, warteten sie auf Barack Obama wie auf einen Erlöser. Eine Stimmung, die ich miterleben durfte. Mit der ZDF-Kamera und ganz privat. Als ich nun in meinem IPhone kramte, kamen diese Fotos zum Vorschein. Erinnerungen an ein paar großartige Tage in einem Land, das nach den Bush-Jahren endlich wieder Hoffnung atmete. Come with me - one year back! 

Und heute? Heute steht Obama mitten in den Realitäten. Zwei Kriege, ein gescheiterter Klimagipfel Ende 2009, eine Gesundheitsreform auf wackligen Füßen, erste Verluste bei Wahlen zum Senat. Kein Erlöser, sondern einer, von dem die Amerikaner Klartext erwarten. Good Luck, Mr. President.

NEUE AUFGABE IN ALTER HEIMAT

Leitung der Projektgruppe Landesmarketing Mecklenburg-Vorpommern übernommen

Artikel im Nordkurier vom 13. Januar 2010

Bekenntnis zu ,,MV tut gut''

 
Von Marlis Tautz

Schwerin. "MV tut gut" und dabei soll es vorerst möglichst bleiben. Das sagte Peter Kranz gestern bei seiner Vorstellung als neuer Leiter der Projektgruppe Landesmarketing in der Staatskanzlei in Schwerin. Der Journalist, der mit dem Privatsender Antenne MV bekannt geworden war und lange für das ZDF in Mainz gearbeitet hatte, ist nach 15 Jahren in sein Heimatland zurückgekehrt, um künftig bundes- und weltweit für dessen Vorzüge zu werben. Sechs Jahre nach Gründung der Projektgruppe Landesmarketing zieht es seinen Vorgänger Bernhard Gläss in die Bundeshauptstadt, wo er in der Landesvertretung arbeiten will.

"Es sind große Fußstapfen, in die ich trete", sagte Peter Kranz. Er wolle mit neuen Ideen neue Sympathien für die Marke Mecklenburg-Vorpommern wecken, die mit dem Strandkorb seit G8 in Heiligendamm 2007 ein ideales Aushängeschild gefunden hat. Das Versprechen "MV tut gut" und die Betonung von Stärken des Küstenlandes gehören seiner Ansicht nach dazu. Der Landestourismusverband hatte im vergangenen Jahr mit Verweis auf entsprechende Umfrageergebnisse Zweifel an der Popularität des Spruchs angemeldet und eine Überarbeitung angeregt. Bernhard Gläss verwies auf die Ansicht von Marketingexperten, wonach ein Werbeslogan mindestens zehn Jahre Zeit brauche, um sich im Publikum durchzusetzen.

Sein Nachfolger Peter Kranz warf nun die Frage auf, ob und wie eine andere Formulierung Wirkung erzielen könnte, "MV oder Meck Pomm? Meck ist für mich eine Verbilligung des Begriffs, die ich nicht möchte", sagte er. Allerdings will er in dieser Frage die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Prüfung des Landesmarketings abwarten. Sie sei an der Universität Rostock in Arbeit. Ergebnisse seien im späten Frühjahr zu erwarten.

Für die Projektgruppe Landesmarketing arbeiten neben dem Leiter fünf Mitarbeiterinnen. Nach Auskunft von Reinhard Meyer, Leiter der Staatskanzlei, standen für ihre Arbeit in den vergangenen Jahren jeweils rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung, hinzu kommen 300 000 Euro für die Werbekampagne "Studieren mit Meerwert".

Der berühmte Strandkorb, dessen Bild 2007 mit den Regierungschef der G8-Staaten von MV aus um die Welt gegangen war, soll in diesem Jahr übrigens als Botschafter für Deutschlands schönen Norden zur Weltausstellung Expo nach Shanghai reisen.

Mecklenburg-Vorpommern ist meine Heimat. Hier bin aufgewachsen. Hier habe ich meine Schulzeit absolviert und meine ersten Schritte als Journalist gemacht. Vor zwanzig Jahren, während der Friedlichen Revolution als noch gar nicht abzusehen war, dass die damals noch in drei Bezirke aufgeteilte Region einmal Deutschlands Reiseziel Nummer 1 werden würde. Mit von West nach Ost durchgehender Autobahn, neuen und alten, teilweise sehr schicken Hotels, mit blühendem Gesundheits- und Wellness-Angebot, längst nicht nur an der Küste. Kurz: ein Land mit Urlaubs-, aber auch Lebenszielen für jeden Geschmack. Wer hätte gedacht, dass aus dem verschlafenen Flecken Erde, den Bismarck bewohnen wollte, wenn "die Welt untergeht, weil sie in Mecklenburg zwanzig Jahre später untergeht" ein Land der Studenten, der Wissenschaft und der Entwicklung neuer Technologien würde. Zwischen 1990 und 1999 durfte ich über die Entwicklungen berichten, den Wandel, der oft schmerzhaft war, über die Geschichten der Menschen im Land. Als Radioreporter, Chefredakteur, während des Zivildienstes als schreibender Journalist und danach beim ZDF im Landesstudio in Schwerin.

Land der drei Farben

Egal, wo ich danach gearbeitet und gelebt habe, ob in Berlin, Potsdam oder Mainz/Wiesbaden, MV (auch bekannt: Meck-Pomm, McPomm oder M-V mit Bindestrich (freue mich über weitere Varianten, liebe aufmerksame Leser :)), also das Land und seine drei Grundfarben haben mich nie los gelassen: Das Blau der Ostsee, das Grün der endlosen Wiesen und Wälder, das intensive Gelb des Rapses im Frühjahr. Dazu die Schlösser von Schwerin und Güstrow, die Marktplätze von Rostock, Stralsund und Wismar mit ihren hanseatischen Fassaden, die weißen Villen von Heiligendamm, Kühlungsborn und den "Kaiserbädern" auf Usedom, die einsamen Gutshäuser, die Seen von Feldberg, der Königsstuhl, Binz, Poel - die Aufzählung ist endlos. Es sind Orte, an denen das Sein leicht fällt, in denen man sich nicht nur erholen, sondern eben leben kann. Dies den Menschen nahe zu bringen, die das Land noch nicht kennen (und es soll sie geben...), sie bekannt zu machen mit dem, was Mecklenburg-Vorpommern ausmacht, das will ich nun versuchen. In Schwerin, der Stadt, in der für mich so vieles begann.

Die offizielle Website der Landesmarketingkampagne "MV TUT GUT" ist nur einen Klick entfernt. Einfach das Mecklenburg-Vorpommern-Logo anklicken!

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